VERSCHOBEN! 

Aufgrund der derzeitigen Situation wurden alle Großveranstaltungen an der KUG bis Mitte Mai abgesagt. Wir arbeiten gerade an einem Ersatztermin. Update folgt hier in Kürze. 

Zum 20. Mal findet in der Grazer Kunstuniversität das Maresch-Johns-Konzert statt - ein außergewöhnliches musikalisches Ereignis. International rennommierte Künstlerinnen und Künstler präsentieren ein vielfältiges Programm voller Überraschungen -  ein Konzert für wache Geister und offene Ohren! 

Das Maresch-Johns-Konzert hat eine lange und bewegte wie bewegende Geschichte. Im Frühjahr 2000 verstarb nach kurzer schwerer Krankheit unerwartet unsere geschätzte Kollegin an der Kunstuni Graz, Barbara Maresch. Als ehemalige Studentin der Kunstuni, damals noch Musikhochschule, und fulminante Pianistin war sie an der Abteilung Tasteninstrumente als Lehrerin für Klavier und Klavierpraxis sowie als Professorin am Gymnasium tätig. Feingefühl, Hilfsbereitschaft und Forscherdrang zeichneten diese liebe Kollegin aus. 

Nach ihrem Begräbnis ergriff Klaus Johns - Komponist, Pianist, Arrangeur und ebenfalls Kollege der Grazer Kunstuni - mit Herz und vollem Einsatz die Initiative, ein Barbara-Maresch-Gedenkkonzert ins Leben zu rufen. Gute Ideen brauchen bekanntlich Zeit zu reifen, und so wurde diese schliesslich erst gut ein Jahr nach dem tragischen Ereignis, nämlich im Frühjahr 2001, Wirklichkeit. Lange und intensiv wurde überlegt, in welcher Form und mit welchen Beiträgen dieses Konzert stattfinden sollte. Schlussendlich entschieden wir uns dafür, kein herkömmliches Trauer-Gedenkkonzert zu veranstalten, sondern eines, das die Freude an der Musik in allen Facetten und Stilarten zum Ausdruck bringt, weil wir uns sicher waren, dass dies auch im Sinne von Barbara Maresch sein würde. 

Dieses Konzert, welches wir in der Aula der Kunstuniversität Graz als Matinee durchführten, hatte eine magische Stimmung - eine einzigartige Mischung aus Andacht und Freude, die für alle Mitwirkenden und das Publikum stark spürbar war. Es fand derart großen Anklang, daß im Laufe kürzester Zeit rege Nachfrage nach einer Neuauflage aufkam. Diese wurde im Frühjahr 2002 in die Tat umgesetzt und schnell wurde klar, dass es auch im Folgejahr wieder ein Barbara-Maresch-Konzert geben würde. Seither ist das Konzert aus dem Grazer Musikleben nicht mehr wegzudenken und es hat sich zum Fixpunkt im Frühjahr jedes Jahres etabliert. 

 

Im Herbst 2004 folgte ein weiterer Schicksalsschlag. Der Initiator und wichtige Eckpfeiler des Projekts wurde ebenso unerwartet aus dem Leben gerissen: Klaus Johns - ein wunderbarer, universeller wie kontroverser Musiker und Kollege, der sich vor allem mit seinen Arrangements und der Verbreitung des südamerikanischen Tangos in Europa einen Namen gemacht hat. Das Konzert 2005 stand daher besonders im Zeichen seiner Erinnerung und seither findet das Konzert unter dem Namen  "Maresch-Johns-Konzert" statt, in welchem immer wieder - so auch 2015 - Originalkompositionen und Arrangements von Klaus Johns zu hören sind. Im Gegensatz zu herkömmlichen Konzerten bzw Matineen lebt das Maresch-Johns-Konzert von der Spontaneität, der Interaktion und der Improvisation. Eines der wichtigsten Charakteristika des Jazz - nämlich die Tatsache, daß trotz fester Ensembles beinahe jeder mit jedem spielt - ist auch besonderes Merkmal unseres Konzerts. Feste Klavierduos wechseln sich mit spontan gebildeten Ensembles und Solodarbietungen ab. Auch stilistisch setzen wir uns keine Grenzen. Alle klassischen Epochen von Barock bis Moderne finden sich ebenso wie Jazz, Improvisation, Tango oder sonstige stilübergreifende Formen (Crossover). Grundsätzlich steht das Klavier im Mittelpunkt, aber auch Kammermusik und Aufritte mit Bands gehören mitunter zum Programm. Daß Programmpunkte buchstäblich in letzter Minute noch in den Ablauf hineingenommen werden, ist keine Seltenheit. Es gibt kein gedrucktes Programm, das Konzert wird persönlich moderiert. Anfangs viele Jahre lang von Pianist und Mitgründer Helmut Iberer, der selbst u.a. lange Zeit mit Klaus Johns im Duo spielte - aktuell von Kabarettist und Chansonnier Jörg-Martin Willnauer, der auch selbst immer mit Auszügen aus seinen aktuellen Programmen mitwirkt. Eine weitere Besonderheit dieses Events ist der finanzielle Aspekt: Seit der ersten Veranstaltung fließen die Einnahmen jedes Konzerts einem guten Zweck akuten Bedarfs zu, den die Ausführenden relativ kurzfristig vorher auswählen.
 

Projekt

 
 

Jörg-Martin WILLNAUER, Klavier, Chansonnier und Moderation
Janna POLYZOIDES, Klavier 

Helmut IBERER, Klavier 
Uli RENNERT, Klavier
Markus KOROPP, Klavier 

Andreas WOYKE, Klavier 

Gäste:

Corina KOLLER, Gesang

Ismael BARRIOS, percussion

Tin DŽAFEROVIĆ, bass

Andjelko STUPAR, drums

Christina OLLINGER, Haus Sonnleiten 

(siehe Charity)

Stand: 29.03.2020

Mitwirkende

 

Das Programm bleibt wie jedes Jahr eine Überraschung und wird erst in Jörg-Martin Willnauers  charmanter Moderation verpackt im Konzert bekanntgegeben. Die grosse Liste der Mitwirkenden verpricht ein sehr buntes Programm!

Programm

Charity

Die Spendeneinnahmen des Konzerts kommen dieses Jahr dem Sozialtherapeutikum Steiermark Haus Sonnleiten  zugute. Mehr Informationen dazu im Konzert. 

 
 

Kontakt

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